Unser Konzept 


Ganzheitlich

Menschen, egal ob Kinder, ganze Familien, Elternteile, Pädagog*innen oder jemand, der uns zufällig auf der Straße begegnet, sind immer in ihrem ganzen Wesen da. Niemals kann nur der Kopf oder nur der Körper anwesend sein.

Diese Ganzheitlichkeit gerade im Kontext von Lernprozessen in den Blick zu nehmen, liegt uns sehr am Herzen. Kein Gehirn kann gut neue Informationen verarbeiten, wenn es unter Stress steht oder Grundbedürfnisse nicht gestillt sind. 

Hunger, nicht ausgelebter Bewegungsdrang, Müdigkeit, Kopfschmerzen, der Streit vom Schulhof und die Sorgen um die Freundschaft, der Ärger heute morgen zu Hause oder die Angst vor "Fehlern" - Ursache für Stress kann fast alles sein. 

Natürlich können wir das nicht alles verhindern. Aber wir können einen Ort schaffen, an dem das alles da sein darf. Der Ärger von zu Hause darf besprochen werden, der Hunger und der Bewegungsdrang dürfen gestillt werden und Angst vor Fehlern muss bei uns hoffentlich niemand haben. Und wenn doch: Dann reden wir darüber und schauen gemeinsam, was wir daraus machen können.... 

Aktiv

"Sich selbst zu erkennen, scheint mir das Wichtigste, was ein Mensch für sich tun kann."  Z.n. Moshe Feldenkrais

Ein Mensch zu werden, der weiß, wer er ist, sein kann und sein möchte, ist in unseren Augen einer der wertvollsten Wege, den ein jeder gehen kann. Dieser Lernprozess kann gelingen in einer aktiven Auseinandersetzung mit sich selbst, mit seinen eigenen Bedürfnissen, Wünschen, Grenzen, Talenten und Schwächen.

Auf diesem Wunsch aufbauend, darf bei uns jedes Kind Gestalter des eigenen Lernprozesses sein. Es darf eigenen Interessen nachgehen, Bedürfnissen nach Bewegung, Nahrungsaufnahme oder Pause nachkommen, Stärken und Leidenschaften Zeit schenken, sie besonders ausbauen und Hilfe annehmen an Stellen, an denen Hilfe benötigt wird.

Bei uns ist Zeit, sich selbst auszuprobieren. Zu testen, was gefällt mir, was macht mir keinen Spaß oder fällt mir schwer, wie kann ich Schwierigkeiten lösen und was fällt mir besonders leicht?

Und dann: Aktiv auf den Weg machen, sich die Bedingungen zu schaffen, die gebraucht werden. 


Gleichwürdig

Wir verstehen uns als Begleiter*innen und Leuchttürme für eure Kinder. Wir geben den Rahmen vor, wir schaffen Angebote und Gelegenheiten, wir nehmen an die Hand, wo Hilfe benötigt wird und wir stecken Grenzen, wo sie wichtig für das Wohl aller Beteiligten sind. Das ist unsere Verantwortung.

Bei all dem ist uns wichtig:
Wir alle sind gleich viel wert. Die Würde aller ist gleichermaßen schützenswert und wir möchten euch und euren Kindern mit der Haltung der Gleichwürdigkeit begegnen. 

Wir interessieren uns aufrichtig für die Meinung und Beweggründe oder Ideen der Kinder. Wir wollen auf Augenhöhe begegnen und einen echten Dialog führen. Wir wissen, dass Kinder und ihre Eltern die Spezialisten für sich selbst sind und wir wollen alle Beteiligten maßgeblich auf die Gestaltung ihres Lernprozesses und des Schullebens Einfluss nehmen lassen. 

Warum Montessori?

Die Montessori-Pädagogik eignet sich in besonderem Maße, die Welt der Sprache, Kunst, Mathematik, Natur und Kosmos in ihrer Tiefe begreifbar zu machen. Maria Montessori hat in ihrem Wirken eine Vielzahl an Materialien entwickelt, die sich dazu eignen, den Kindern einen Zugang zu diesen Welten zu schaffen und ein selbst bestimmtes Lernen möglich zu machen. Die Aufgabe der Lehrkräfte an einer Montessori-Schule besteht darin, mit Hilfe dieser Materialien eine Umgebung zu schaffen, in der die Kinder sich selbst zurecht finden und ihren Lernprozess eigenständig gestalten können. So werden sie in die Lage versetzt, ihre Stärken kennen zu lernen und diese ungehindert zu entfalten.

Um Kindern eine solch ungestörte Entwicklung zu ermöglichen, müssen einige Bedingungen zwingend erfüllt sein. Zu diesen Grundbedingungen zählt das Erleben von liebevoller Zuwendung, die Erfahrung, dass es mit all seinen Gefühlen willkommen ist, die Möglichkeit zu reden und zuzuhören, Bedürfnisse nach Nahrung und Bewegung zu stillen, die Gelegenheit, mit allen Sinnen zu erleben sowie eine Umgebung, die echte Anreize schafft. 


Es liegt in der Verantwortung der Erwachsenen, diese Umgebung entsprechend zu gestalten und die Kinder in ihrem Lernprozess zu begleiten. 

Inklusion

 

Gründung einer Grundschule für jedes Kind mit seinen Fähigkeiten

Dieses Motto wollen wir leben und dadurch ein Schulleben ermöglichen, in welchem Lernen durch Freude, Inspiration und Erfahrung, individuelle Lernwege und Begleitung ohne Noten sowie ein gemeinschaftliches Leben selbstverständlich sind. Im Kern ist dieses Anliegen hoch inklusiv und so steht es für uns außer Frage, dass alle Kinder, egal welcher Glaubensrichtung, welcher Herkunft, welcher Sexualität, ob mit oder ohne Förderbedarf bei uns an der Schule willkommen sind und ein Lernen in ihren Möglichkeiten erfahren dürfen. 

Mit dieser Perspektive wollen wir unsere Schule aufbauen. Um dieser Aufgabe als verantwortungsbewusste Erwachsene gerecht werden zu können, müssen wir eine gute Struktur etablieren, sicher sein in unserem Tun und Kapazitäten haben, alle Kinder ausreichend zu begleiten. Deshalb haben wir uns entschieden, zunächst nur in enger Absprache mit Familien und Pädagog*innen Kinder mit sonderpödagogischem Förderbedarf an unserer Schule aufzunehmen und erst mit der Zeit und zunehmenden Kapazitäten auch auf dieser Ebene Inklusion umzusetzen.

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